Eigentlich liegt das alles schon sehr viele Jahre zurück
Eigentlich liegt das alles schon sehr viele Jahre zurück.
Derzeit fand ich ein toll aufgemachtes Buch in der Bücherei.
Glänzendes Gold und dazu das leuchtende Rot, wer kann da schon
nein sagen? DIANETIK konnte ich dort lesen. Mit dem Buch konnte
ich nichts anfangen, was aber nicht so schlimm war. Auch wenn ich
(fast) nichts davon verstanden habe, so wollte ich doch sehen,
was es damit so auf sich hat. Und so gingen wir dann zum
Selbstversuch über. Und wie es sich gehört, sind wir dann voll
im Geburts - Engramm gelandet. Also das kam mir dann doch nicht
ganz geheuer vor und so haben wir die Versuche gestoppt, das Buch
habe ich wieder zurück gebracht. Und damit war dieses Thema für
mich erledigt.
Gerade in der Zeit habe ich Psychologie- und Esoterikbücher
als Meterware "verschlungen". Vieles davon hat sich
sehr gut lesen lassen, doch das war alles nur Theorie. Was aber
war mit der Praxis ? Schon derzeit war es mein Problem, daß es
einfach keinen anderen gab, mit dem ich über diese Themen
wirklich sprechen konnte. Wo aber ein Wille ist, da ist auch ein
Weg.
Und so kam ich dann zu den Rosenkreuzern. Also hier fühlte
ich mich wirklich verstanden - so kam es mir jedenfalls am Anfang
vor. Meine Meinung zu esoterischen Themen wurde hier nicht gleich
als Quatsch vom Tisch gefegt. Man hörte mir zu und gleichzeitig
wurde mir angedeutet, daß es in den höheren Graden noch mehr
Esoterik, sogar in der praktischen Anwendung geben würde. Es
wurde mir erklärt, daß man in diesem Verein, der sich intern
als Orden bezeichnet, über Initiationen (Einweihungen)
befördert würde. Und am Ende kommt dann die Erleuchtung. Ich
war wirklich begeistert, denn was dort angedeutet wurde, das
hatte mir sehr gefallen (Astralreisen, Kontakt mit den hohen
Mächten - ..).
Ich hatte so viele Fragen zu diesen Themen, doch immer wurde
mir gesagt, daß ich schon alles erfahren würde, wenn ich in den
"Hochgraden" bin. Und so hielt ich meinen Mund und
studierte die Lernhefte, die ich zum Lesen bekam. Um den Erfolg
der Rosenkreuzer - Ausbildung nicht zu gefährden, sollten wir
darauf verzichten, daß wir Bücher lesen, die nicht vom
Management der Rosenkreuzer befürwortet wurden. Es versteht
sich, daß das Management nur Bücher aus den eigenen Verlagen
empfohlen hat. Diese Bücher waren so teuer, da mußten sie ja
gut sein. Mein Pech war nur, daß der Inhalt dieser Bücher mich
auch nicht vom Hocker gehoben hat.
Ich studierte, führte meine Initiationen durch, ging zu den
regelmäßigen Treffen und tat alles, damit ich der Erleuchtung
endlich näher käme. Doch ich kam den Astralreisen und der
Erleuchtung nicht näher. Langsam trat Frust an die Stelle der
Begeisterung, denn ich kam nicht weiter. Alles wurde in tiefste
Geheimnisse gehüllt, doch konkret wurde nie etwas gesagt.
Nachdem ich ca. 3/4 des "Gesamtweges" zurückgelegt
hatte, kam mir dann doch die Erleuchtung. Endlich hatte ich es
geschafft und wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Der ganze
Verein war ein Nepp. Offensichtlich muß daß der
Vorstandsvorsitzende dieser Organisation wohl auch gedacht haben,
denn mit den Vereinsgeldern hatte er sich "abgesetzt".
Und so beendete ich meine Mitgliedschaft bei den Rosenkreuzern.
Ich kam dann zu einer Organisation, die auch über
Einweihungen die Mitglieder in die entsprechenden Grade
einführt. Die Einweihungen werden im Arbeitsraum im Rahmen
Dramen - Inszenierung durchgeführt. Der Einzuweihende ist in
dieser Inszenierung so einbezogen, daß er im Mittelpunkt dieses
Schauspieles steht. Ich war begeistert, wieder einmal. Denn nun
war ich endlich Mitglied einer alten - einer extrem alten -
Organisation geworden. Hier verzichtete man bewußt auf Esoterik
und das "Jenseitige". Und das fand ich gut, denn durch
die Rosenkreuzer hatte ich von Esoterik die Nase voll. Hier aber
umgab mich Würde und das Bewußtsein der Elite. Ich war richtig
geschmeichelt und so tat ich alles um ein gutes (Ordens-)
Mitglied zu sein. Mein Leben, besonders aber meine Karriere
entwickelte sich gut. Ich wurde befördert, in diesem Verein,
aber auch geschäftlich, was wollte ich mehr? Heute weiß ich,
daß es zwischen den Einweihungen in diesem Orden und dem Leben
ein direkter Zusammenhang besteht.
Und dann wurde ich in den verhängnisvollen Grad eingeführt,
der die Mitglieder mit der Thematik des Todes bekannt macht. Mein
Pech war nur, daß dieser Orden sein Handwerk wirklich versteht.
In die Thematik des Todes wurde ich eingeweiht, die Thematik des
weltlichen Todes konnte ich anschließend erleben. An meinem
wundesten Punkt hatte es mich erwischt - meine Karriere und all
meine beruflichen Träume verwandelten sich in einen
Scherbenhaufen. Was ich auch tat, ich konnte nur noch zuschauen,
wie alles "über den Jordan" ging. Es wäre noch zu
ertragen gewesen, wenn andere mir das angetan hätten, doch ich
war es selbst. Was ich falsch machen konnte, habe ich falsch
gemacht.
Am Anfang dieses verhängnisvollen Grades dachte ich noch an
Zufall oder andere, unbekannte Gründe. Doch dann las ich noch
einmal das Begleitheft zu diesem Grad. Ich dachte wirklich mich
tritt ein Gaul, denn hier konnte ich alles nachlesen was in dem
Moment mit mir passierte. Also soviel Niedertracht - und ich
hatte immer gedacht, daß diese Einweihungen einfach nur ein
Schauspiel sind. Nie hätte ich gedacht, daß dort das
Unterbewußtsein regelrecht programmiert wird. Aber nicht im
Zustand eingeschränkter Bewußtheit wie Hypnose oder andere
Dämmerzustände, alles passiert bei vollem Bewußtsein. Es ist
so, als wenn man mit ein paar Freunden ein Theaterstück
vorführt, mehr nicht. Doch wie gesagt, diese Organisation
versteht ihr Handwerk.
Und wieder begannen meine Fragen, denn hier stimmte etwas
nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß diese
Organisation ihre Mitglieder bewußt in den Abgrund stürzt. Und
wieder bekam ich keine Antwort auf meine Fragen. Bei den
Rosenkreuzern ist man mir derzeit nur ausgewichen. Hier bestritt
man jeden Zusammenhang zwischen Einweihung und dem (profanen)
Leben. Was ich auch tat, wieder kam ich keine Antworten und
wieder verschlang ich alles, was mir zum Thema Esoterik, Magie
und Psychologie in die Quere kam, denn es mußte einfach eine
Antwort auf meine Fragen geben.
Doch ich wurde fündig. Ganz langsam wurden meine Ahnungen zur
Gewißheit, denn diese Organisation, die jede Verbindung mit dem
Jenseits von der Hand weißt, ist alles andere als ein Verein von
(meist etwas älteren) Herren. Wenn Tarnung perfekt funktioniert,
dann in dieser Organisation. Selbst die Mitglieder wissen nicht
was wirklich gespielt wird, noch wissen sie um die Auswirkungen
der Einweihungen. Man hält die "normalen" Mitglieder
vollkommen unwissend und läßt sie glauben, daß die
Organisation christlich und humanistische Ideale verfolgt. Auch
wenn es mir nie gelungen ist einen Wissenden bei dieser
Organisation zu finden, doch das Schriftmaterial und die
Anweisungen werden von Personen verfaßt, die sehr wohl wissen
was sie tun.
Zwischenzeitlich bekam ich die "Erstausgabe" der
Bücher über die Geheimgesellschaften von Jan van Helsing.
Geheimgesellschaften, da schaute ich dann gleich unter dem Namen
meiner Organisation nach - und würde sofort fündig. Mein
Interesse war geweckt und ich verschlang dieses Werk. Auch wenn
ich lange nicht alles davon glauben kann, so fand ich doch meine
dunkelsten Ahnungen über meine Organisation hier bestätigt. Die
Folge war, daß ich nun endgültig mit meiner Organisation
(innerlich) abschloß.
Und so erkannte ich dann auch die verdeckte Arbeitsweise
meiner, jetzt ehemaligen, Organisation. Wenn es
Geheimgesellschaften gibt, dann gehört diese Org. wirklich dazu.
Das Wissen ist so geheim, daß selbst die bekannten Hochgrade
davon nichts ahnen. Für die ist das alles nur ein
gesellschaftlicher Rahmen. Sie führen ihre Reden im Tempel, die
sie aus einem Ritual - Buch ablesen. Die Einweihungen werden im
Tempel durchgeführt, aber alles wird aus dem Ritualbuch
abgelesen. Alles ist vorgeschrieben, selbst der ausgesprochene
Respekt vor den Hochgraden wird abgelesen. Und so konnte ich dann
hautnah erleben, wie Menschen bei vollem Bewußtsein programmiert
(implantiert) werden und das ohne Wissen der Ausführenden. Ein
ganzer Saal angefüllt von Unwissenden, keiner, wirklich keiner
weiß Bescheid - und trotzdem funktioniert es.
Wenn man also Menschen bei vollem Bewußtsein programmieren
kann, ohne das Wissen der Ausführenden und ohne die geringste
Ahnung der Empfangenden, welche Möglichkeiten eröffnen sich
dann in der Erziehung und in der Berichterstattung der
Massenmedien ?
Früher habe ich Bücher über Autosuggestion gelesen. Was da
gelehrt wird ist wirklich unwirksam und primitiv gegen diese
Methoden. Fast so, als wenn man einen Floh mit einer Atombombe
vergleicht. Allerdings als eine Atombombe, die sich als Retter in
der Not tarnt. Wenn ich heute die Bücher von Erfolgsautoren
lese, dann kann ich doch nur lachen. Die haben wirklich keinen
blassen Schimmer wie man das Unterbewußtsein programmiert. Die
Technik dieser Programmierung ist so alt, wie sie auch
wirkungsvoll ist. Es gibt Organisationen, die kennen sich so gut
damit aus, daß sie sich tarnen. Andere verkaufen diese Technik.
Doch wer wird schon seine Geldfabrik verkaufen, es sei denn sie
druckt nur Falschgeld. Und der "arme" Leser dieser
Bücher denkt dann, er hält die neuesten Erkenntnisse über die
Erfolgsgestaltung in der Hand.
Und dann bekam ich von einem Kollegen aus dieser Organisation
eine Werbe - Broschüre über Erfolg. Wieder so eine
Werbebroschüre, dachte ich. Wieder diese Farben das Gold und das
Feuerrot. Wieder war der Inhalt sehr ansprechend gestaltet,
leider nicht die Preise. Es war ein Broschüre der Scientology -
Church.
Vermutlich müssen alle Auditoren der Church Millionäre sein,
doch weit gefehlt. Mein Kollege war zeitweise selbst Auditor doch
er fuhr immer noch sein altes Auto. Da ich nun mal kein
Millionär bin, wäre das Thema für mich damit auch beendet
gewesen, würde es nicht die Suchmaschinen im Internet geben. Und
so kam ich dann an die Webseiten der "Freien Zone".
Und nun bin ich seit ca. 8 Monaten im Auditing. Ob ich mich
geändert habe, weiß ich nicht. An mir habe ich fast keine
Veränderung bemerkt. Aber dafür hat sich meine Welt positiv
verändert. Die Probleme im Umfeld sind drastisch zurück
gegangen. Privat wie auch geschäftlich fühle ich mich den
Problemen wieder voll gewachsen. Besonders wichtig ist es mir
aber, daß ich jetzt wieder in der Lage bin, daß ich die
Zusammenhänge erkenne, die hinter den Problemen unerkannt
gelegen haben. Jeder hat für dieses Erkennen hat wohl seine
eigene Methode, meine ist es, daß ich durch Schreiben mich an
die Lösung heran arbeite.
Was noch kommen wird, wird sich zeigen. Doch das Erkennen der
Zusammenhänge nimmt zu und das Leben gewinnt an Logik und ist
zunehmend berechenbar.
MF
3.1.1998