Logik im Leben
Seminar von Captain Bill Robertson
am 1./2. September 1990
Teil 9
Ich will euch ein Beispiel aus der Gerüchteküche geben. Das
mögt ihr ja alle! Ich erzähle euch den Fall von einer
dänischen Org. Das ist nicht als Kritik gedacht, sondern nur als
ein Beispiel, wie ich eine Situation gehandhabt habe. Ich erhielt
einen Brief des dortigen Kursleiters. Ich hatte bereits zwei,
d.h. eigentlich drei Fallüberwacher ausgebildet, die in dieser
Org arbeiteten. Und der Kursleiter, der nicht von mir ausgebildet
worden ist, aber der noch von der Sea Org her entsprechende
Erfahrungen hatte, schrieb mir einen Brief. Darin stand:
"Bei uns wird viel auditiert, und die PCs haben Gewinne. Und
die C/Se, die du ausgebildet hast, leisten gute Arbeit. Aber wir
haben nicht viele Leute, die nach Ausbildung fragen. Und
überhaupt niemand hat Interesse, irgendwelche Projekte
durchzuführen, d.h. in die Gesellschaft zu gehen und irgend ein
OT-Projekt zu machen." Und die Lösung von diesem
Kursüberwacher war - sein stabiles Datum, um die Verwirrung in
Grenzen zu halte -, "Bill wir brauchen dich! Wir möchten,
daß du einmal herkommst und einen Vortrag hältst, um die Leute
entsprechend zu motivieren." Und dann kam so als
Nebenbemerkung, daß in Dänemark aufgrund des Steuersystems so
viele Abgaben zu entrichten wären, und sie mir dafür nicht
soviel bezahlen könnten.
Es gab da also eine Situation, und sie haben sich an mich
gewandt, damit ich die Handhabung dafür bin. Und nachdem ich
über diese Organisation schon seit vielen Jahren Daten hatte,
schrieb ich ihnen zurück. Eine dieser Informationen war: Als ich
die Sektor 9 Bücher produziert habe und dieser Org welche
geschickt hatte, schloßen sie sie umgehend in einen Safe, da sie
in ihren Augen viel zu heiß waren. Sie haben niemanden diese
Bücher lesen oder kaufen lassen. Da sie die Bücher nicht
verkauft hatten, erhielten wir auch kein Geld dafür, d.h. Maria
hat sie später wieder von dort geholt, so daß wir sie
anderweitig verkaufen konnten. Seit dieser Zeit und auch später,
seit dieser Kursüberwacher, der mir geschrieben hatte, in die
Org gekommen war, und die Organisation etwas umorganisiert worden
war, haben sie weder ein Sektor 9 Buch noch ein Teegeeack Buch
von mir bestellt. Und sie hatten auch keine Musik-Kassetten
bestellt, nicht einmal Sektor 9 oder Galaktika. Die einzigen, die
irgend etwas gekauft hatten, waren die beiden überwacher, die
bei mir zur Ausbildung waren. Und auch von Vorträgen über UFOs
oder über die Dynamiken hatten sie keine Videos oder
irgendwelche Mitschnitte bestellt. Obwohl Maria sie angeschrieben
hatte: "Wenn ihr es euch nicht leisten könnt, Bill für
einen Vortrag zu bezahlen, dann kauft euch die Videos und
übersetzt sie auf dänisch." Das ist natürlich eine
ziemliche Menge an ausgelassenen Daten, und all das wäre sehr
wichtig, um zu verstehen, was wir tun.
Könnt ihr euch schon vorstellen, in welche Richtung sich die
Auswertung hier bewegt hat? Die dänische Gesellschaft ist nach
meinen eigenen Kenntnissen sehr sozialistisch geprägt. Sie
kümmern sich um einen von der Geburt bis zum Begräbnis. Man hat
dort nicht sehr viel Spaß. Man kann keine ausländischen Autos
kaufen. Die sind viel zu teuer. Es gibt sehr hohe Steuern. Es ist
dort sehr schwer, ein Geschäft zu haben. Und aufgrund der hohen
Steuern besteht die einzige Möglichkeit, dort zu florieren,
darin, daß man Schwarzmarktgeschäfte macht. Das war der
Hintergrund. Ich hatte in diesem Brief gelesen, daß keiner
irgendwelche Ausbildung haben will und niemand irgendwelche
Projekte durchführen möchte. Deshalb ging ich davon aus, daß
das meiste Auditing, das dort stattfand, Review-Auditing war. Da
die Leute in ihrem Leben andauernd mit unlogischen Sachen
zusammengestoßen sind, haben sie deshalb immer wieder ein Review
dafür gebraucht. D.h. die Fallüberwacher versuchen sie in
Richtung auf mehr Selbstbestimmung, mehr Freiheit und Spaß zu
C/Sen, und kaum ist der PC zur Tür draußen, überwältigt ihn
das Leben.
Dann heißt es: "90 Prozent deines Geldes mußt du an die
Regierung abführen, und du kannst das nicht tun und du kannst
jenes nicht tun. Und du kannst nicht überlebensfähig
sein." Die ganzen Gewinne sind natürlich wieder weg
gewesen. Und es entstand praktisch eine Art Automatismus. Der PC
kam in die Auditing-Sitzung, um etwas Wahrheit zu bekommen. Der
PC ging hinaus mitten in die Verwirrung hinein, in eine
Gesellschaft, die etwas unterdrückerisch ist und jegliche
Expansion zu stoppen versucht. Der PC keyt auf einer seiner
Dynamiken ein, weil er nicht expandieren kann. Er konnte nur in
der Auditing-Sitzung expandieren. Kaum ging er hinaus, bekam er
eins auf den Deckel. Aber er hat sich als stabiles Datum gemerkt
- er kann immer wieder zurückgehen und mehr Auditing erhalten.
Der Grund, warum dort soviel Auditing geliefert wurde, war, daß
es dort schlichtweg ein Achterbahnfahren gab. Es ging immer auf
und ab. Er ging rein in die Sitzung und da ging es aufwärts mit
ihm, er ging raus, bum - bekommt er eins auf den Deckel und geht
wieder hinunter. Die ganze Zeit geht es also rauf und runter.
Das lag daran, daß die Leute nur 50 Prozent von möglichen
150 Prozent angewendet haben. Es sind eben drei Bereiche, es sind
Auditing, Ausbildung, also Training, und Anwendung. Ron sagt, es
gibt 150 Prozent mögliche Gewinne, 50 Auditing, 50 Training, 50
Anwendung. Das sorgt dafür, daß man wirklich expandiert. Aber
in Dänemark fehlten der 2. und 3. Teil völlig. Und ich schrieb
zurück, ich frage mich, warum ihr nur 50 Prozent von 150
möglichen Prozent anwendet. Dann habe ich alles aufgeführt, was
ich euch gerade erzählt habe. Und dann habe ich ihnen
vorgeschlagen, daß sie gleich ein Projekt starten, wo sie den
Leuten Informationen über Szenarien geben, das Sektor 9-Buch und
das Teegeeack-Buch, daß sie die Videos bestellen und den Leuten
die Möglichkeiten geben, daß sie sich informieren und ihr
eigenes Leben auswerten.
Und wenn man den Leuten diese Informationen gibt, dann werden
sie aufhören, nur der Effekt der 3. Dynamik zu sein, dann werden
sie anfangen, die Situation zu handhaben. Und die da oben haben
durchaus die Ressourcen dafür. Es gibt ein paar Leute, die in
der Org auf Linien sind, die sehr weit oben auf der Brücke sind,
und einige dieser Leute waren sogar Teil der Regierung von
Dänemark. Die waren sogar in hohen politischen Positionen. Die
kennen Leute, sie haben ihre Beziehungen. Einige waren im
Bankwesen oder in internationalen Bankkonzernen tätig. D.h. sie
haben durchaus die Ressourcen, um diese Situationen zu handhaben.
Aber sogar diese Leute, die die nötigen Ressourcen gehabt
hätten, sind Achterbahn gefahren. Denn sie sind auf die gleichen
Hindernisse gestoßen. Kaum geht man hinaus, bekommt man eins auf
den Deckel! Sie hatten keine Ausbildung, sie hatten keine
Anwendung und sie hatten keine Daten, um operieren zu können.
Ich warte nun darauf, was da oben passiert. Ich habe noch
keine Antwort auf mein Schreiben erhalten, aber ich gehe davon
aus, daß denen jetzt ein paar Lichter aufgehen. Das wäre jetzt
ein anderes Beispiel für Anwendung, daß man eine Analyse
basierend auf den Datenserien durchführt und eine Situation zu
handhaben versucht. Und es ist keineswegs so, daß alle
Situationen darin ihre Ursache haben, daß die Leute keine Tech
hätten. Die in Dänemark haben sehr wohl die Tech. Und sie
wenden die Tech im Auditingbereich auch sehr erfolgreich an. Die
Erfolgsberichte, die Leute nach der Sitzung geschrieben haben,
waren ausgezeichnet. Aber ihr seht, was dann passiert! Diese
Leute benutzen nur ein Drittel, nämlich nur die Auditing-Tech,
als Lösung. Und sie versuchen mit diesem Drittel den ganzen Rest
ihrer Dynamiken und den ganzen Rest ihres Lebens zu lösen. Und
das, obwohl ihr stabiles Datum wahr ist! Es ist nicht aberriert
und auch keine Verallgemeinerung, es ist eine technische
Information. Sie wissen, daß Auditing funktioniert. Trotzdem
macht die Org etwas falsch, indem sie den Leuten, die
hereinkommen, keine Ausbildung und keine Anwendung gibt, so daß
sie die Situationen um sich selbst herum verbessern können, d.h.
den Leuten geht es höchstens auf der 1. und der 2. Dynamik
besser, vielleicht auf der 7. und auf der technischen Dynamik.
Einige Dynamiken vebessern sich schon. Den PCs geht es schon
besser als den anderen Leuten, die nicht in der Org sind, aber
sie arbeiten nicht darauf hin, eine ideale Szene für alle Leute
zu schaffen. Das habe ich nur als Beispiel gebracht, damit ihr
folgendes seht. Bloß weil eine Org in der Freien Zone gegründet
wird, heißt das noch lange nicht, daß wirklich das volle
Gleichgewicht von Tech, Admin, Ethik und Datenserien und
Anwendung im Leben auch überall gleich ausgewogen benutzt wird.
Ich finde das einen guten Punkt, um eine Mittagspause zu machen,
da es schon ziemlich spät ist.
Willkommen zum 4. Teil des Vortrags Logik im Leben! Beim
nächsten Punkt der Anwendung, den ich euch als nützliches
Beispiel im Leben geben will, geht es um folgendes.
Wenn ihr in eurem persönlichen Leben Auswertungen macht, um
Leute handzuhaben, dann wollt ihr vielleicht das Einschätzen von
Datenquellen verstehen. Wahrscheinlich werdet ihr das nicht in
Policybriefen finden. Aber ihr werdet es in Veröffentlichungen
des Guardian Office finden. Aber weil jeder nun sagt, daß es
kein Guardian Office mehr gibt - es heißt jetzt etwas anders -
werdet ihr es gar nicht mehr finden! Aber es stammt teilweise aus
der Spionage oder von dem Versuch, Dinge herauszufinden. Die
Spalte mit A,B,C,D ist die Einstufung der Quelle von Daten, und
die 1,2,3,4 Spalte soll die Daten selbst betreffen.
Die linke Spalte beschäftigt sich damit, wie zuverlässig die
Person als jemand ist, der einem eine Wahrheit sagt oder der
etwas beobachtet hat, was er einem jetzt erzählt. Die Person auf
Stufe A ist ein ehrlicher guter Beobachter. Sie hat keinen Grund,
irgendwo zu lügen. Auf der niedrigsten Stufe D, wenn man das als
Skala sieht, wäre jemand, der schlecht beobachten kann. Denn
denkt daran, wenn jemand, der emotionell weit unten ist oder sich
weit unten auf der Bewusstseins-Skala befindet, dieselbe Sache
beobachtet wie jemand, der weit oben auf der Skala ist, dann wird
er eine andere Interpretation davon präsentieren. Wenn zwei
Leute eng miteinander tanzen, dann denkt er vielleicht, die
kämpfen miteinander. Oder wenn er wirklich weit unten auf der
Emotions-Skala ist, dann bekämpfen sich vielleicht zwei, und er
denkt, die lieben sich.
Stufe B ist jemand, der im allgemeinen ehrlich ist und im
allgemeinen gut beobachten kann, aber vielleicht beeinflußt
werden kann.
Die Person C wäre dann jemand, dessen Ehrlichkeit in Frage
steht. Seine Beobachtung ist vielleicht nur zeitweise
verläßlich. Und nur dort, wo kein persönliches Interesse von
ihm mitspielt. Ein Beispiel dafür wären die Buchmacher bei
Pferderennen. Auf alles, was er einem über Pferde erzählt, darf
man sich nicht verlassen, da er ein eigenes Interesse daran hat.
Aber wenn ihr ihn auf das neue Auto ansprecht, das er hat, an dem
er kein Geschäftsinteresse hat, das nur etwas ist, woran er
Freude hat, erzählt er euch vielleicht die Wahrheit, wie schnell
es fährt, welche Probleme er damit hat und warum es ihm
gefällt. Das heißt, er hat eine gewisse Beobachtungsgabe. Aber
seine Ehrlichkeit ist zweifelhaft, denn möglicherweise gibt er
euch falsche Tips, auf welches Pferd ihr setzen sollt, damit er
daran verdient.
Person B könnte dann jemand sein, der im allgemeinen ehrlich
ist, solange er nicht durch seinen Chef oder durch seine Mutter
beeinflußt ist. Falls es eines dieser Themen trifft, dann
erzählt er euch das, was sein Chef oder seine Mutter wollen,
daß er sagt.
Man kann eine ähnliche Skala dann auf die Daten selbst
anwenden. Die oberste Stufe 1 wäre hier Informationen aus erster
Hand. Also eine Beobachtung aus erster Hand, wo als Pluspunkte
zählen, daß die Zeit, der Ort, das Geschehnis und die Form der
Ereignisse genau beschrieben sind. Es heißt nicht, daß die
Daten selbst Pluspunkte sind, aber die Art der Berichterstattung
ist ein Pluspunkt. Die Daten sind also von der Person, die sie
uns berichtet, selbst beobachtet worden. Wir haben hier eine gute
Beobachtung, wo sie genau sagt, wann das geschehen ist, wo das
war, wie sich das zugetragen hat. Sie hat es selbst beobachtet.
Es kann durchaus sein, daß sie sagt: "'Ich habe gehört,
wie er den anderen belogen hat." und also das, was sie
beobachtet hat, ein Out-Point ist. Da wurden falsche Daten
weitergegeben, aber sie hat gesagt: "Ich habe auf die Uhr
geguckt. Es war 3 Uhr 15, und ich habe es dort und dort
gesehen." Sie gibt also die präzisen Daten an.
Und die unterste Stufe 4 bei der Einstufung der Daten selbst
wäre etwas, das aus der Gerüchteküche kommt, wo man keinerlei
Garantie hat, daß irgend etwas davon wahr ist, wo man nur etwas
gehört hat von anderen, die es gehört haben. Es sind also nicht
Daten, die derjenige, der euch darüber berichtet, selbst
beobachtet hat, sondern er hat es von jemandem gehört, der es
wieder von jemandem gehört hat. Man weiß nicht, um wieviele
Ecken herum das schon gelangt ist.
Etwas oberhalb davon, auf Stufe 3, würde es sich um
Information aus zweiter Hand handeln, wo man sich aber auf die
Art, wie es vermittelt wurde, relativ verlassen kann. Es ist
verlässlich aufgezeichnet worden oder es stammt aus einer
verlässlichen Quelle. Es wäre jemand, der euch sagt: "Ich
war dort und habe es von der Person erfahren. Ich habe
mitgeschrieben und das notiert!" Da ist also die
Verlässlichkeit der Vermittlung höher als bei den anderen
Daten. Wenn man auf diese Art Daten bekommt, weiß man immer noch
nicht, ob die Daten selbst wahr sind oder nicht, aber zumindest
die Art der Übermittlung ist einigermaßen nachvollziehbar und
sauber.
Und die nächst höhere Stufe 2 wäre Information aus erster
Hand, die aber entweder über ein Via, also indirekt, erfolgte
oder von jemandem, der den Bereich, den er beobachtet, noch nicht
genau kennt. Die Person, die euch die Daten gibt, hat vielleicht
das Geschehnis selbst beobachtet. Aber dadurch daß die Person
nicht allzu viel von der Sache versteht, was die etwa mit den
Gewehren gemacht haben oder mit dem Auto - oder nehmen wir ruhig
das Beispiel vom Auditing - sagt sie: "Die haben so eine
komische Box auf den Tisch gestellt, und dann setzte sich der
eine auf die eine Seite und der andere auf die andere Seite. Dann
hat er so Dosen in die Hand genommen. Irgendwie scheint eine
elektrische Ladung durch ihn hindurch gegangen zu sein.
Wahrscheinlich hat er den hypnotisiert oder so etwas." Er
hat das selbst beobachtet, aber er konnte es nicht richtig
interpretieren, da ihm das Fachwissen fehlte.
Das wären also die Arten, wie man Datenquellen und Daten
selber einstufen könnte. Das ist also keine Einschätzung davon,
ob es sich um Plus- oder Minuspunkte handelt, sondern eine
Einschätzung davon, ob die Daten wertvoll genug sind, daß man
sie in der Auswertung benutzt oder nicht. Es ist deshalb wichtig:
Wenn ihr eine Auswertung macht und vielleicht nach Plus- und nach
Minuspunkten sucht, für diese Auswertung aber Daten aus
unehrlichen Quellen oder von Leuten, die schlecht beobachten,
verwendet und Informationen, die vielleicht sehr unzuverlässig
sind, wo man keine Ahnung hat, ob sie stimmen oder nicht,
gebraucht, kann euch dies die ganze Auswertung
durcheinanderbringen. Es könnte sein, daß diese Daten total
irrelevant sind. Es kann sein, daß die Daten überhaupt nicht
relevant sind für das, was ihr auswerten wollt. Sie wären
vielleicht relevant in bezug darauf, wie gut die Person
beobachten kann, - falls ihr das auswerten wollt -, aber nicht in
bezug auf das Thema, das ihr gerade in Angriff genommen habt.
Ihr könnt das öfters erleben, wenn ihr z.B. herausfinden
wollt, was genau vor sich gegangen ist, wenn ein Kind vom Fahrrad
gefallen ist. Und ihr versucht das gerade in Ordnung zu bringen
und festzustellen, was vorgefallen ist. Und das Nachbarskind
kommt dazu und sagt: "Ach, da freue ich mich, daß dir das
passiert ist, denn du hast heute morgen mein Spielzeug
gestohlen." Das könnte vielleicht brauchbar sein in einer
anderen Auswertung, in bezug auf die Overt-Motivator-Sequenz, was
die beiden Kinder betrifft. Das Kind des Nachbarn versucht
vielleicht eure Aufmerksamkeit zu erhalten, indem es sagt:
"Das ist ihm passiert, weil er mein Spielzeug heute morgen
gestohlen hat!" Vielleicht hat das andere Kind einen Stein
geworfen, der das erste Kind vom Fahrrad geschmissen hat. Aber
wenn ihr nicht gerade einen entsprechenden blauen Fleck oder eine
Beule entdeckt, dann ist die Aussage für diese Auswertung
irrelevant. Sie hat also nichts mit dem Unfall zu tun, bei dem
das Kind vom Fahrrad gefallen ist. Denn wenn ihr das auch in eure
Auswertung fließen laßt, dann könntet ihr euch der Meinung
anschließen, daß es Schicksal war oder die Folge der
Overt-Motivator-Sequenz oder daß es dem Kind recht geschieht,
wenn es vom Fahrrad herunterfällt und sich wehtut. Wenn das Kind
also vom Fahrrad gefallen ist und auf dem Boden liegt und
eigentlich einen Touch Assist braucht, versohlt ihr es noch
gründlich, weil es heute morgen das Spielzeug vom Nachbarkind
gestohlen hat, anstatt ihm den Touch Assist zu geben. Oder ihr
solltet vielleicht einen Kontakt Assist machen und euch dabei
ruhig verhalten. Stattdessen brüllt ihr das Kind an und
beschimpft es.
Das sind also die beiden Skalen, die linke, wie man die
Quellen von irgendwelchen Daten einschätzen kann, die rechte,
wie man die Daten selbst einschätzen kann, nicht in bezug auf
ihre Eigenschaften als Plus- oder Minuspunkte, sondern lediglich,
wie relevant sie für die aktuelle Auswertung sind.
Es gibt eine interessante andere Anwendung dieses Systems der
Einstufung. Denn im allgemeinen, wenn man einen Bereich
auswertet, dann kommt man von außen in diesen Bereich hinein.
D.h. man erhält nur die Daten, die man am äußeren Rand
aufpicken kann. Es wird niemand kommen, der sofort sein Herz
ausschüttet und euch erzählt, was in dieser Stadt die letzten
hundert Jahre genau passiert ist. Das einzige, was ihr bekommt,
ist vielleicht der Kommentar von dem Verkäufer im Laden oder der
Umstand, daß er euch 10 Franken zu wenig herausgegeben hat. Es
gibt also den interessanten Umstand, daß man am Anfang
vielleicht nur schlechte Beobachtungen und unehrliche Daten
erhält, also von der Stufe D. Es könnte sein, daß die Daten
auch noch von der Stufe 4 sind, daß es sich nur um Gerüchte
handelt, total pauschale Sachen ohne jede Genauigkeit. Z.B.
"Ja, wir mögen Touristen nicht." Er sagt keineswegs,
wer damit gemeint ist, er sagt "Wir mögen Touristen
nicht!" Wer sind die "Wir" genau? Wenn ihr
nachfragt, dann sagt er einfach: ,"Na, jeder hier mag
Touristen nicht!" Der Trick dabei ist - den lernt man aus
der Nachforschungstechnik, die in HCO Materialien beschrieben ist
- man versucht genauere Details zu erhalten und die Qualität der
Daten zu verbessern, indem man sich praktisch von unten nach oben
arbeitet. Das heißt, ihr zerlegt diese Verallgemeinerung auf der
Stufe 4 und versucht herauszufinden, wer der nächste ist, mit
dem ihr reden müßt, um nähere Informationen herauszufinden.
Oder bei dem Verkäufer in dem Geschäft könnte man vielleicht
bei der nächst höheren Stufe herausfinden, wer sein Chef ist.
Jetzt kommt man zu der nächsten Schicht. Man weiß immer noch
nicht, ob der Chef von dem Verkäufer ehrlich ist. Aber man ist
zumindest in der nächsten Stufe. Oder wenn man es auf der Stufe
4 mit Verallgemeinerungen zu tun hat, könnte man herausfinden.
"Wer sonst außer dir vertritt noch diese Meinung?"
oder "Wer sonst noch hat das gesagt? Kannst du mir ein
bestimmtes Beispiel geben, wer mit 'jedermann' oder mit 'wir'
gemeint ist?"
Ihr könnt also als erstes feststellen, daß der Verkäufer
hier unter die Stufe D4 fällt. Ihr versucht eure Beobachtungen
und die Daten, die ihr über diesen Bereich bekommt, so zu
verbessern, daß ihr zumindest von D4 zu C3 hoch kommt. Und wenn
ihr euch hocharbeitet, kommt ihr vielleicht sogar zu der Stufe B2
oder Stufe A1. Dann erhaltet ihr wirklich die Daten, die ihr für
eure Auswertung gebrauchen könnt. Es heißt nicht, daß das A
immer mit einer 1 einhergeht, sondern es kann durchaus sein, daß
ein ehrlicher und guter Beobachter ein Gerücht gehört hat, und
daß er euch erzählt: "Ich habe folgendes Gerücht
gehört!", aber er wird euch auch sagen, daß es ein
Gerücht ist. Ihr könnt also notieren, das ist eine Information
mit dem Wert A4. Und auch auf der Stufe D könnte eine
Information aus erster Hand kommen, also von Stufe 1. Es könnte
vielleicht sein, daß der von der Stufe D berichtet: "Ja,
ich weiß es deshalb, daß niemand die Touristen mag, weil mein
Boss hereinkommt und mir die Pistole an die Schläfe hält und
sagt: "Du mußt heute mindestens 50 Touristen über's Ohr
hauen!" Und das ist sehr wohl eine Information aus erster
Hand. In diesem Fall könnt ihr davon ausgehen, daß es sich um
eine ziemlich kriminelle Stadt handelt.
Diese Skala hier wird sowohl von Geheimdiensten als auch vom
Guardian Office benutzt, um Daten, die man erhält, in bezug auf
ihre Zuverlässigkeit einstufen zu können. Wie gefällt euch
das? Das ist wahrscheinlich neu für euch, oder? Es erscheint
nämlich nicht im grünen Band 6, sondern nur in extra
Policybriefen, die nur Missionaires zugänglich gemacht wurden.
Diese Skaleneinstufung ist natürlich auch sehr wichtig, wenn
man Umfragen macht, damit man die Zuverlässigkeit von
Umfrageergebnissen einschätzen kann. Von daher passen sie auch
sehr gut in die PR Serien. Das ist ein weiteres Werkzeug, das ihr
benutzen könnt, um Logik im Leben anzuwenden, damit ihr euch
nicht so leicht täuschen laßt.